Modellbau Spur N - die "Kleine" ganz groß

Im handlichen Maßstab 1:160 bietet die Modellbau Spur N eine ausreichend feine Detaillierung, bei Triebfahrzeugen aus moderner Produktion auch ausreichende Traktionseigenschaften und auch die Möglichkeit für sehr unterschiedlich große, räumliche Gestaltungen.

Klein und fein ist das Diorama. Das ist eine sehr filigran ausgearbeitete Teillandschaft, in der eine Lok oder eine Zuggarnitur ausgestellt wird. Das kann auf einer kleinen Grundplatte ohne Hintergrund geschehen. Solche Dioramen werden dann staubgeschützt in einer Vitrine ausgestellt. Man kann Dioramen aber auch in einem (innen beleuchteten) Kasten gestalten und mit einem gemalten oder fotografierten Hintergrund versehen.

Wird der Kasten innen allseitig abgerundet, hat die Landschaft „kein Ende“. Mit Bilderrahmen und Glasscheibe versehen, werden solche, oft nur aktentaschengroßen und flachen Schaustücke, selbst zu einer Vitrine, zu einem dreidimensionalen Landschaftsbild. Werden darin abwechselnd die Lieblingsloks ausgestellt, ist das ein Schmuckstück in der Wohnung jedes Eisenbahnfans.

Die „Kleine“ ganz groß!

Natürlich wird in so einem Diorama kein Fahrbetrieb stattfinden, aber ein Karussell kann sich drehen, oder eine Wassermühle, ein stehender Bagger wirklich baggern u.a.m. Das nennt man dann Funktionsdiorama.

Doch eigentlich ist die N-Bahn zum Fahren da und gehört deshalb auf eine Anlage. Da sie nur ein Viertel des Platzes der H0-Bahn benötigt, können damit auch in der Wohnung recht weite Strecken gebaut werden. Eine ideale Anlagenbreite ist 1,20 m weil die, selbst an der Wand geführt, auch „hinten“ noch gut erreichbar ist, aber den Gleisradien ausreichend Raum gibt.

Für lange Fahrstrecken empfiehlt sich ein Gleisplan in Form eines Hundeknochens oder Variablen davon. In Internetforen gibt es dazu zahlreiche Beispiele und Anregungen. Die Geländegestaltung sollte auf einer Auflage aus Styrodur erfolgen, weil damit ganz leicht Bodenvertiefungen in die „Platte“ zu bringen sind. Ohne diese Auflage sind Vertiefungen in der festen Grundplatte nicht möglich. Bei der Gestaltung seiner Anlage ist der Modelleisenbahner völlig frei, weil seine ganze Modellbahnwelt dort im Zusammenhang geplant und gebaut wird.

Etwas größerer Planungsaufwand entsteht bei etwas größerer Anlage! Eine freistehende 4x5 m Anlage sollte man nicht aus einem Stück bauen. Wenn die mal abgebaut werden soll, oder muss, sind Materialverluste unvermeidbar. So ist es eine probate Methode, diese Anlage in Segmente zu teilen, die einzeln bewegt werden können. Bei der o.g. Größe wären 10 Segmente von je 1x2 m sicher sehr handlich.

Wer gut plant, kann diese Segmentanlage auch stückchenweise gestalten, weil man dann an alle Stellen problemlos heran kommt. Sind die Anschlussstellen der Gleise sauber gearbeitet und die elektrischen Verbindungen der Kabel mit Steckern ausgeführt, ist sowohl die Gestaltung, als auch Zusammenbau und Demontage einer solchen Segmentanlage kein Problem. Da aber auch sie als Ganzes geplant wird, ist auch hier der Modelleisenbahner bei der Anordnung der technischen Schnittstellen und gestalterischen Geländeformationen völlig frei.

Freundschaft verpflichtet, und da auch Modelleisenbahner gern Menschen um sich haben, mit denen sie fachsimpeln können, gibt es Eisenbahnklubs. Die Klubanlage ist dann ein Gemeinschaftswerk und wird zumeist als große Segmentanlage ausgeführt. Aber das einzelne Mitglied und auch Freunde oder Gäste können sich mit einzeln gebauten Bahnabschnitten an einer großen Anlage beteiligen. Diese Anlage kann dann beliebig erweitert werden und auch in Turnhallen o.ä. ausgestellt werden. Da brettern die Züge dann mal richtig über 20 oder 30 m lange Strecken.

Notwendig ist für eine solche Modulanlage allerdings, dass sich jeder an genau festgelegte Schnittstellen, Bauhöhen und Größen hält. Sonst passt es nicht zusammen. Wer sich also mit einem oder mehreren Modulen an solch einer Anlage beteiligen möchte, sollte sich vorher bei seinem ausgesuchten Modellbahnklub nach dessen Normierungen erkundigen. Sehr weit verbreitete Normen für Modulanlagen aller Spurweiten stammen vom FREMO, dem Freundeskreis Europäischer Modellbahner.

Ein wesentliches Argument für die N-Bahn ist ihre Normierung. 1964 wurde der Maßstab 1:160 mit 9 mm Spurweite mit der internationalen Bezeichnung N versehen und der Zweileitergleichstrom mit 12 V festgelegt. Die ursprünglich auch genormten Kupplungen sind durch die, 1987 von Fleischmann eingeführte, Profikupplung und andere Folgeentwicklungen, nun wieder vielfältiger und damit ist eine vollständige Kompatibilität zwischen den N-Fahrzeugen nicht mehr gegeben.

Das gilt natürlich auch für die Digitalisierung. Im Analogbetrieb bestimmt die, durch den Regler bestimmte, im Gleis anliegende Spannung die Geschwindigkeit der Lok. Mehr Spannung bedeutet helleres Licht und mehr Tempo. Die Steuerung ist somit schienenabhängig. Bei der Digitaltechnik liegt immer die volle Spannung am Gleis an. Der Fachmann nennt das eine rechteckförmige Wechselspannung. Diese Spannung transportiert nun von der Steuerzentrale, Informationsbefehle an eine bestimmte Lok, die dafür ein „Empfangsgerät“, einen Decoder benötigt. Darum können analoge Loks, die keinen solchen Decoder haben, auch auf digitalen Anlagen nicht fahren.

Und darum muss sich auch jeder grundsätzlich entscheiden, ob er seine Modellbau Spur N analog oder digital steuen will.

Modellbau Spur N
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