Modelleisenbahn Minitrix - Der Inbegriff der Spur N

So sprichwörtlich wie „Tempo“ für Papiertaschentuch steht, so ist die Modelleisenbahn Minitrix schlicht die N-Bahn. Und die stammt aus gutem Hause. Wohl kaum ein Spielwarenhersteller, der heute noch Artikel anbietet, hat seine Wurzeln im frühen 19. Jahrhundert. Und immerhin fuhr schon im frühen 20. Jahrhundert die erste Trix Dreileiter Bahn in Spur H0. So ist Minitrix wahrlich ein Spross aus gutem Hause gewesen, als sie 1964 das Licht der Welt erblickte. Fast überflüssig zu sagen, dass auch die, im gleichen Jahr erschienene Zweileiter Bahn, Trix International in H0, einen ebenso erfolgreichen Weg gegangen ist. Nun ja, Adel verpflichtet - und so ist es auch kein Wunder, dass Trix 1997 in das andere Traditionshaus, Märklin, „eingeheiratet“ hat. Doch das Markenzeichen von Trix, Modelle der Länderbahnen mit vielen feinen Details, blieb erhalten. Das wird durch sehr arbeitsaufwändige Herstellungsverfahren ermöglicht und geht bis zu 95 Lackiervorgängen - für ein Modell! So gibt es z.B. einen Ludwig Thoma Zug mit feinen Figuren aus der Zeit - und die Lausbubengeschichten als Buch gleich dazu. Das ist natürlich auch gleichzeitig ein tolles Präsent für einen Liebhaber der Minitrix.

Feinste Technik im Spritzgussverfahren und allerfeinste Bedruckung bei der N- Bahn hatte natürlich auch für die große Schwester H0 ihr Gutes. Aber so richtig zur Wirkung kommt das eben doch im kleinen Maßstab. Deshalb ist es aber nun auch geradezu eine Verpflichtung, diese feine Dame Minitrix in eine ebenso feine Umgebung zu setzen. Die Zubehörhersteller waren da auch nicht untätig. Feine Hausbausätze sind heute schon fast selbstverständlich, aber auch Laternen mit feinen Gittermasten und ganz filigran gearbeitete Preiserlein warten auf ihren Einsatz. Natürlich gibt es auch Modellautos in Spur N, ebenfalls fein detailliert. Und die stehen dann auf Asphaltstraßen aus bedrucktem Karton oder Kunststoff, schön uniform gefärbt, ohne Risse und Beulen, Löcher und Flickstellen. Eben einfach spielzeugneu. Wäre es nicht an der Zeit den superfeinen, vorbildgetreuen Modellen gerecht zu werden und ihnen eine ebenso natürliche Umgebung zu verschaffen? Wo sind auf den Modellanlagen die Straßengräben oder die Entwässerungsgräben neben dem Gleis? Wo sind die kleinen, flachen Bodensenken und sanften Erhebungen, die auch in scheinbar ebenem Gelände natürlich vorhanden sind? An jedem Bahndamm stehen hunderte von kleinen Büschen und Bäumchen - nur nicht auf der Modelleisenbahn. Dabei können die nach neuesten Veröffentlichungen mit professioneller Anleitung ganz leicht selbst gebaut werden. Die sind dann so fein verzweigt und doch elastisch und dauerhaft stabil, dass sie nicht einmal Laub zur Füllung der Kronen benötigen. Das Foto unten gibt ein Beispiel für eine städtische Szene im Winter. Während die Tannen auf den Zweigspitzen noch alten, pappigen Schnee tragen, der in feinen Eiszapfen von den Zweigspitzen hängt, ist der hohe Heister schon gänzlich abgetaut und trägt nur wenige Flocken Neuschnee auf seinen feinen Zweigen. Der kräftige, buschige Kleinbaum in der Mitte war mit dem Abtauen nicht so schnell und ist erneut überfroren. Das Ergebnis ist ein Überzug aus glitzerndem Raureif, der die einzelnen Zweige dicker erscheinen lässt als sie sind. Und doch ist jedes einzelne Eiskristall zu erkennen. Das ist die richtige Antwort auf die N-Bahn Minitrix mit ihrer unnachahmlichen Präzision. Doch auch die Vielfalt der Loks und Wagen sollte sich in der Vielfalt der Geländemodelle spiegeln. Raureif ist nicht gleich Raureif - auch nicht in Spur N. Der kleine kugelige Baum hinter der Dampflok ist ebenfalls reifüberzogen. Da seine feinen Zweige aber weniger Wasser festgehalten haben, ist hier der Reifüberzug nur ein zarter Schleier. So sind die alten Schneereste in den Astgabeln zu erkennen. Man muss das verdeckende Laub des Sommers also nicht unbedingt durch dicke Schneeklumpen ersetzen, die wie Schlagsahnehäubchen auf Baumkronen gekleckert werden.

Sommergrüne Bäume werden der Vorbildtreue der Minitrix natürlich nur durch echtes Laub gerecht, selbstverständlich unterschiedliche Laubarten für unterschiedliche Baumarten. So fahren die kleinen Züge durch eine vorbildgerechte Landschaft, Bahndämme werden grün und Felsen erhalten kleine Sträucher. Aber auch die Felsen müssen nicht unbedingt aus Hartschaumstücken bestehen, ebenso wenig wie man wochenlang auf Gips herum kratzen muss, nur um dann festzustellen, dass die natürlichen Felsstrukturen doch nicht erreicht wurden. Wenn man die Natur zum Vorbild nimmt, kann man auch natürlich bauen. Das Schöne daran ist jedoch, neben der Präzision, dass das Ganze fast nichts kostet! Da kann man sich, nur durch die Ersparnisse aus dem eigenen Geländebau, gleich einmal den Neuerscheinungen bei Minitrix zuwenden und sich das eine oder andere doch noch erlauben. Denn das ist wohl klar: Alles hat seine Grenzen, und die Präzision der Modelleisenbahn Minitrix, die ist nun beim besten Willen nicht mehr durch Selbstbau zu erreichen. Da verlassen wir uns besser auf die Erfahrungen der Ingenieure von Trix. Das ist sicher und hat Tradition.


Modelleisenbahn Minitrix
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